Die Movement Philosophie

 

Wir setzen uns leidenschaftlich und intensiv mit den verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten des menschlichen Körpers auseinander. Unser Fokus gilt einzig und allein dem Movement – ohne jegliche Ablenkung und Einschränkung. Unsere Neugier und Faszination für freie Bewegung treiben uns an, immer wieder neue Bewegungsformen zu finden und erforschen.

Movement ist ein allumfassender Begriff, der inzwischen eine ganze Kultur – Movement Culture – umfasst und prägt. Durch den Begründer, Pionier (auch liebevoll als „Guru“ bezeichnet) Ido Portal entstand ein völlig neuer, ganzheitlicher Ansatz basierend auf diversen Teildisziplinen, wie z.B. Akrobatik, Capoeira, Gewichtheben, Tanz, Kampfkunst, Parkour, Turnen, Yoga uvm. um den Trainierenden, den sog. Movern auf allen Ebenen und Achsen zu bewegen. Ido reiste hierfür um die ganze Welt um sich mit Experten einzelner Disziplinen auszutauschen und von ihnen zu lernen.

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Momentan findet ein Wechsel der Paradigmen in der Fitnesswelt statt:

 

Eine Entwicklung von Work zu Play, vom Abnehmwahn und reinen Muskelaufbau zum Skill-Chasing, von kurzfristigen Zielen zu der lebenslangen Reise der Erforschung unseres Körpers und seiner Bewegungsmöglichkeiten. Diese Entwicklung können wir in den Trends in der Fitnesswelt beobachten, von Calisthenics und Parkour über Tricking und Akrobatik bis hin zu Yoga und Meditation. All diese Sportarten erfreuen sich steigender Beliebtheit und haben alle etwas gemeinsam: Der Arbeit mit dem eigenen Körpergewicht und der Verknüpfung von Körper und Geist.

Wir wollen dabei noch einen Schritt weiter gehen und auch die letzten Schranken verschwinden lassen. Das reine ‘Skillchasing’ stößt dann an seine Grenzen, wenn das Erreichen des Zieles uns nicht mehr befriedigt und sich der lang ersehnte ‘Wow-Effekt’ nicht mehr einstellt. Ab einem bestimmten Leistungs- bzw. Erfahrungslevel wird es immer schwerer, das alte Skillset aufrecht zu erhalten und zu erweitern. Natürlich hätten wir einfach hinnehmen können, dass wir beim Lernen neuer Skills alte Bewegungen vernachlässigen und so wieder verlieren (“use it or lose it”), doch das taten wir nicht…

 

Wir wollen nicht mehr über RICHTIG und FALSCH diskutieren, sondern alle Moves und Skills in einen völlig neuen Kontext setzen.

 

Wir begeben uns auf eine Entdeckungsreise und suchen nach dem tieferliegenden Sinn hinter einer Bewegung. Zusammen experimentieren wir unter anderem mit unterschiedlichen Bewegungsqualitäten: Langsam/schnell, kontrolliert/chaotisch, weich/hart, fließend/statisch/explosiv/schwungvoll – und vereinen sie in einer völlig neuen Trainingsart.

 

“Es gibt keine falsche Ausführung an sich,
sondern nur die falsche Anwendung einer Bewegung auf ein bestimmtes Szenario.”

 

Wir begreifen uns als Teil der Gesellschaft, die wir mitgestalten und mitformen wollen. Wir beobachten, dass viele Menschen sich im Alltag entweder zu wenig bewegen oder den Büroalltag mit einseitigem Fitnesstraining zu kompensieren versuchen. Die Beschränkung auf eine bestimmte Bewegungsform ist jedoch nur eine Fortführung der Routine und vernachlässigt die Herausforderung des Körpers sowie des Geistes. Deshalb wollen wir mit vereinten Kräften und Potenzialen dem entgegenwirken und arbeiten gemeinsam Konzepte und Methoden aus, um das Individuum nicht nur physisch, sondern auch mental zu stärken.

 

Das Movement-Ziel: Embrace The Suck!

 

Unser Ziel ist es einen komplexen, anpassungsfähigen, verletzungsresistenten, funktionellen sowie gesunden Körper zu erhalten und ihn nachhaltig zu wahren – sprich die Körperintelligenz zu fördern! Wir begreifen den Weg, also den Entwicklungsprozess an sich, als Ziel! Hierfür ist es notwendig sich auch aus seiner eigenen Disziplin hinauszudenken, Neues auszuprobieren und sich weiteren Herausforderungen zu stellen: “Embrace the Suck”! Selbstreflexion ist unabdingbar und gehört zum Prozess der persönlichen Entfaltung dazu und dient als Voraussetzung um ein starkes Individuum, der aus eigener Kraft schöpft um über sich hinauszuwachsen, zu werden. Dabei treibt ihn Willensstärke und Neugier an, sich aus seinen Korsetten, Zwangsjacken und Komfortzonen zu befreien.

Wir verstehen Movement als übergeordnete Disziplin, in der alle Dogmen Platz finden. Dabei bzw. dadurch ist Movement kein starres Konzept, sondern individuell anpassbar. Deshalb bieten wir unterschiedliche, vielseitige und spannende Trainingsmöglichkeiten bei uns: Workshops, Gruppentraining und (Online) Einzelcoaching. In unseren verschiedenen Workshops vermitteln wir entweder einen Einblick in die Movement-Welt mit all’ ihren Facetten und unendlichen Möglichkeiten oder spezifische Drills und Methoden zu einem bestimmten Themengebiet, die sich in eigene tägliche Routinen oder Training integrieren lassen. In unserem Community Gruppentraining trainieren Gleichgesinnte, die verschiedene Bewegungsmuster spielerisch ausüben. Hier trainieren alle Leistungslevel gemeinsam und helfen, unterstützen und motivieren sich gegenseitig.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht unser Wissen, Informationen und Erfahrungen zu teilen und sie öffentlich, z.B. über unseren Blog auf unserer Homepage oder die sozialen Medien wie Facebook und Instagram zugänglich zu machen.

 

Der erste Movement Verein in Deutschland

 

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der über keine klassischen vertikalen Hierarchien verfügt, sondern integrieren und organisieren uns nach Workload, Kompetenz und Zeitmanagement des Einzelnen. Wir arbeiten ehrenamtlich in diesem Verein, weil uns die Community am Herzen liegt. In unserem Kreis findet jeder seinen Platz und Aufgaben… Wir sind kein Business, sondern eine Community mit Herz, die ihrer Leidenschaft nachgeht und Gleichgesinnte sucht!

Warum Movement-Training?

 

Sportler spezialisieren sich meist in einer Disziplin, limitieren sich dadurch jedoch in ihrem Bewegungsrepertoire. Durch einseitige Belastungen verlernt man grundlegende Bewegungsmuster wie hocken, springen, rollen, klettern und kriechen. Was bringt uns viel Kraft, wenn wir diese nicht gezielt einsetzen können? Was bringt uns Mobilität, wenn wir diese nicht in Bewegung umsetzen können? Wir wollen auf allen Bewegungsebenen lernen.

Ängste überwinden

Bei uns geht es darum, die eigenen mentalen sowie physischen Grenzen zu erkennen und zu überschreiten. Durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Angst und dem eigenen Schmerz, die uns limitieren, lernen wir diese zu überwinden. Dabei ziehen wir unterschiedliche Methoden heran, um sich den eigenen Dämonen zu stellen und sie zu bezwingen –  „breaking the (fear of) jump“ wie es beispielsweise im Parkour heißt.

Bewegung als Prozess

Daraus entwickeln wir laufend verschiedene Ansätze, um ein holistisches Ganzkörpertraining mit nachhaltigen positiven Effekten zu gestalten. Daher ist Movement als Prozess zu verstehen, der je nach persönlichen Anforderungen und Bedürfnissen wandelbar und jederzeit anpassbar ist. Deshalb können auch Eltern und Kinder gemeinsam zu unserem Kindertraining kommen! Unser Ansatz funktioniert jedoch nicht ohne Neugier, Spaß und besonders die Leidenschaft für Bewegung!