Leitsätze für das Training

PÜNKTLICHKEIT

Pünktlichkeit ist wichtig, denn Zuspätkommen führt zu

  • Ablenkung anderer Teilnehmer und des Lehrers
  • Verpassen wichtiger Inhalte und Grundlagen (Fehleranfälligkeit)
  • Verletzungsrisiken durch übersprungenes Aufwärmen

 

Ausnahme:

  • Falls durch Arbeitszeiten nicht anders machbar, kannst du die generelle Verspätung vorankündigen und dich unauffällig in den Unterricht einfügen
  • Bei Verkehrsmittelausfall bitte in der MOVISION-WhatsApp-Gruppe ankündigen

Was bedeutet “Movement”-Training?

Alles wird spielerisch erlernt.

Das Training ist generalistisch und holistisch angelegt.

Wir sind im Training nicht kompetitiv – bei dem “Spiel” geht es nicht ums Gewinnen, sondern ums Lernen.

Es geht nicht um die Summe der Einzelteile. Das heißt wir kombinieren nicht einfach verschiedene Bestandteile aus Akrobatik, Tanz, Kampf und Mobility. Es geht um viel mehr.

 

“serious play”

Kichern =/= Spaß

Spiel ist ein Werkzeug, das wir benutzen um zu lernen. Allerdings soll es dabei kein Herumalbern geben. Ernsthaftigkeit wird vorausgesetzt, damit wir gemeinsam Fortschritte machen können.

Bei ungewohnten Übungen können Gefühle wie Peinlichkeit und Scham entstehen. Dies sind Emotionen, die hochkommen, doch wir wollen sie nicht durch Gekicher unterdrücken, sondern ihrer Herr*in (:D) werden.

Elemente-System

Das Training findet in einem vierwöchigen Zyklus statt, der nach den vier Elementen Wasser, Erde, Feuer, Luft aufgeteilt ist. Jeweils eine Woche widmen wir uns intensiv einem der Elemente. Deshalb setzen wir uns mit diversen Übungen auseinander, um die Bewegungsqualität des jeweiligen Elements verstehen und anwenden zu können. Jedem fällt ein Element schwer und ein anderes leichter. Das ist ganz normal – je mehr du dich auch mit diesem Element auseinandersetzt, desto leichter wird es dir fallen. Skippe nicht die Wochen, in denen das Element dran ist, welches dir nicht so gut liegt.

Beim Erlernen verschiedener Bewegungsqualitäten ist es wichtig, dass du dich vollkommen auf das Training einlässt und dich nicht auf erlernte Bewegungen oder bestimmte Moves versteifst.

Partnerübungen

Partner = Lehrer → Vorbildfunktion in der Klasse

Wann immer du mit einem Partner arbeitest, beeinflusst du seinen/ihren Lernprozess.

Daraus folgt die Verantwortung, auch dementsprechend zu handeln. Führe die Übungen so aus, dass deine Partner das erlernen können, worum es gerade geht. Handle nicht als Gegner, sondern als Lehrer.

Viele schauen sich bei anderen etwas ab. Machst du Übungen nur halbherzig oder falsch, dann führt das zu Kettenreaktionen.

Respekt vor der Stimme des Lehrers

Es geht dabei nicht nur um die Autorität. Die Unterbrechung des Lehrers bringt die Konzentration und Gedanken durcheinander und lenkt vom Roten Faden ab.

Fragen stellen kannst du gern, wenn sie für das Verständnis und die korrekte Ausführung der Aufgabenstellungen wichtig sind (Was? Wie?).

Fragen, die den Lehrer oder unsere Methode in Frage stellen (Wieso? Warum?), bitten wir nach dem Training zu stellen. Wir erwarten ein Vertrauen in den Lehrer und die Methode innerhalb der Klasse, GERADE bei neuen Teilnehmern. Andernfalls können Nocebo-Effekte auftreten, denn Zweifel an einer Übung führt zu Erfolglosigkeit.

“Das entspannt mich nicht, funktioniert eh nicht” ist eine Autosuggestion, die die Effektivität mindert. Dieser Vertrauensverlust zieht dann Halbherzigkeit nach sich.

Probieren geht über studieren! Mitmachen, nachmachen, danach bewerten und danach die Trainer fragen! Fürs Hinterfragen besteht die Möglichkeit nach den Klassen, davor (pünktlich davor) und über den Kontakt (Social Media, Forum).

Informationsverpflichtung des Schülers

Wir lassen es uns vorbehalten, Orte und Zeiten anzupassen (Saisonal, spontan durch Umstände wie Veranstaltungen, neue Klassenthemen mit anderen Umgebungsanforderungen)

Schüler sind verpflichtet, sich diese Informationen zu beschaffen (immer up to date auf der Website und in der Whatsapp-Gruppe vorzufinden), um die Pünktlichkeit zu garantieren

Shoshin: Das Beginner-Mindset

Das Beginner-Mindset bedeutet, wir sind immer am Lernen und zeigen immer Lernbereitschaft. Das bedeutet die Anerkennung der eigenen Schwächen und die aktive Suche nach eigenen Fehlern. Die Nicht-Akzeptanz deiner eigenen Fehler macht es dir nicht möglich, aus diesen zu lernen. Um neue Standpunkte und Perspektiven zu erlangen, musst du andere Meinungen und Vorerfahrungen zwischenzeitlich ablegen. Denn wenn du nicht gewillt bist, alte Wege aufzugeben, kannst du keine neuen Wege kennenlernen.

Akzeptiere, dass du von jedem lernen kannst und ein jeder dir ein Lehrer ist.

Aufgabe des Egos

Dein Ego bleibt draußen.

Mach keine Vergleiche mit anderen Teilnehmern (nutze sie lediglich als Inspiration).

Bei uns gibt es in der Regel keine Wettkämpfe, denn diese führen oft zu Überspezialisierung. Wir wollen miteinander trainieren, damit beide wachsen – auch in einem “Kampf”.

In der Klasse ist es bedeutungslos, ob du besser/stärker/beweglicher bist. Hier geht es darum, was du nicht kannst und worin du nicht gut bist.

Pregnancy Principle (hier lieber andere Bezeichnung)

An einer Klasse kannst du nur ganz oder gar nicht teilnehmen. Wir brauchen die volle Hingabe in die Klasse. Das bedeutet kein Gaffen oder Flirten mit anderen Teilnehmern, sowie kein Small-Talk. Ignoriere andere Umwelteinflüsse (Zuschauer, Lärm, Kommentare von außen etc). Hab Vertrauen in die Methode!

Nicht halbherzig mitmachen, bedeutet auch den Fokus auf unser Training zu legen. Wenn du danach noch ins Fitti, Bouldern, BJJ oder Blabla willst, verhindert das deine Erfolge in der MOVISION-Methode

Wirklich wichtig sind keine Ablenkungen. Das bedeutet, dass du weder selbst abgelenkt wirst, noch dass du andere ablenkst. Du musst ganz im hier und jetzt sein.

Hausaufgaben

  • Nichts passiert über Nacht und auch nicht in 2x2h pro Woche MOVISION-Training.
  • Movement sind X Sportarten und mehr in einem. Mal ernsthaft, wie soll man mit 2x2h auf einmal gut in z.B. 5 verschiedenen Sportarten gleichzeitig werden? Geht nicht!
  • Movement ist krass, aber keine Magie und auch keine Ausrede für Faule (Faulheit wird oft mit Effizienz verwechselt oder gerechtfertigt = wenig machen, viel erreichen –> wir wollen stattdessen viel machen und noch mehr erreichen) “Arbeitsmoral”.
  • Inhalte aus den Klassen können und sollen Zuhause bzw. im Alltag wiederholt werden!
  • Bewusstes Zugehen auf die Lehrer für die Vergabe von “Hausaufgaben” wird erwünscht!
  • Private Ziele (Handstand, besser kämpfen, Muscle-Up, Backflip, Spagat, …) finden nicht immer Platz in der Klasse, können aber gerne von den Lehrern erfragt und im freien Training geübt werden.
  • Etwas gelehrt bekommen führt nicht direkt zum sofortigen Erlernen. Lehren ist die Theorie, der die angemessene Praxis folgen muss. Die dafür nötige Zeit muss Zuhause, in den freien Einheiten, vor und nach den Sessions und in den vielen spontanen gemeinsamen Jams investiert werden.

Respekt vor unserer Forschung

Wir sind ein gemeinnütziger Verein und verdienen an dem, was wir tun, kein privates Vermögen!

Einige der Methoden und des Wissens teilen wir hier und sonst nirgendwo und das für kleines Geld.

Damit es allen zur Verfügung steht, die es brauchen – nicht, weil es nichts wert ist.

Diese Wertschätzung erwarten wir von allen Mitgliedern. Wir sind kein Workshop, um sich ein bisschen neues Wissen für seine PTs, eigene Klassen etc. zu holen.

Wir reißen uns den Arsch für dieses Wissen auf und Leben dafür Geldtechnisch dauerhaft am Limit. Wer mit unserer Methode Geld machen will, von dem erwarten wir mindestens einen Dialog und einen fairen Austausch.