Movement im "Alter"?

Dieses Thema enthält 4 Antworten und 5 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Astrid vor 1 Tag, 11 Stunden.

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  • #11259

    Moritz
    Teilnehmer
    @moritzs

    Was glaubt ihr, wieso sich hauptsächlich jüngere Personen von der Movement-Culture angezogen fühlen?

    1. Ist es eine Generationsfrage? Wir sind die erste Generation, die Movement für sich entdeckt hat & mit unserem Heranwachsen wird sich auch der Altersschnitt verschieben?

    2. Ist es eine mentale Offenheit gegenüber dem Unbekannten, eine Entdeckungslust, die meist nurnoch jüngere Leute in sich tragen?

    3. Liegt es vielleicht an der Natur des Movement Trainings selber? So wie kaum ältere Menschen Crossfit betreiben oder Fußball spielen, passt es vielleicht nicht zu einem alternden Körper mit natürlich wachsenden Limitationen?

    4. Ist es vielleicht einfach eine Frage des “Marketings”? Werden die älternen Menschen mit der Botschaft des Movement vielleicht garnicht erst erreicht?

    5. Ist es vielleicht alles Quatsch & nur ein availability bias? Ältere Personen bewegen sich statistisch betrachtet einfach weniger als Jüngere und dadurch entsteht vlt. der falsche Eindruck, dass Movement keine/ kaum ältere Menschen anzieht?

    Ich bin gespannt auf eurer Meinungen! :heart:

    #11262

    Clara Lohmann
    Keymaster
    @clarnastic

    Puh. Wieso fragst du? Also ich würde sagen, dass ältere Menschen weniger im Internet, Fitness-Studios oder an den Calisthenics-Parks chilln. Die gehen (so wie ich das mitbekomme) dann eher zum kieser training oder aqua fitness, also angebote, die sich sehr gezielt an ältere Menschen richten. Aber da inzwischen ja auch mehr und mehr Yoga für sich entdecken, wird das im Movement denk ich auch noch kommen. :)

    #11266

    Oscar Boerger
    Teilnehmer
    @totoschkar

    Hi Moritz,

    bitte beachte, dass nicht jeder ein Mover ist, der sich so nennt. Genauso gut anders herum gibt es bestimmt viele (auch ältere) menschen, die eine “movement culture” haben, aber noch nie etwas davon gehört haben.
    Zum Beispiel Zirkus, oder menschen im Kontemporären Tanz. Auch im Martial arts bereich gibt es ältere Menschen die sich gut bewegen können.

    Deine Frage kann man aber auch anders beantworten: Warum ist es teilweise so schwer, gerade Menchen ab 40 für Movement zu begeistern?
    Punkt 1,2 und 4 ergeben da für mich sinn.
    Punkt 3 hingegen nicht: Gerade Eltern oder berufstätige ab 30 sollten sich vielseitig und viel bewegen und freude daran haben, es ist enorm wichtig.
    Außerdem denke ich, dass diese Gruppe sich schon so lange nciht mehr bewegt, dass sie die Connection verlieren, den Bezug zu ihrem eigenen Körper. Wie soll man die ansprechen? Nciht so leicht, wie einen 17 jährigen Flummi- bo/ girl.

    Also zusammengefasst: Es gibt bestimmt einige Menschen die sich trotz einiger jahre auf dem Buckel gut bewegen. Mencshen für “Movement” zu gewinnen, ist in der alterskategorie aufgrund der genannten Punkte schwerer als Junge

    Lg Oscar

    #11418

    Carola Quiring
    Teilnehmer
    @caro

    Da Oscar ab 40 als “Alter” bezeichnet ;-) , wage ich Alte mich mal zu Wort.

    Bei denen, die nicht sowieso ihr Leben lang Sport gemacht haben, sehe ich in meiner Altersgruppe viel Resignation (wir haben zahllose Fitnesstrends kommen und gehen gesehen und letzlich fit gemacht hat nix).

    Und dann ist da das Unwissen. Die meisten sind kaum im Internetoder gar in socialmedia oder youtube unterwegs und stolpern so auch nicht über die nötigen Stichworte. Und wenn, dann sieht man junge Menschen krasse Dinge machen und denkt, das ist Akrobatik und nix für mich. Ich bin auch nur durch Zufall drauf gekommen. Meine Generation bewegt sich zwischen Krankengymnastik, Midlifecrisis und erster Lesebrille. Und dann stell dich mal vor deine alten Freunde, denen Ärzte gerade zu einer künstlichen Hüfte raten, und erkläre denen glaubhaft, daß du vorhast, deine Baustellen jetzt durch Bewegung wieder hin zu kriegen. Die halten dich für bekloppt! Und ich glaube es mir ja selber noch nicht. Ich habe schon viel erreicht (vor 2 Jahren, mit 50 angefangen), aber es ist ein tränenreicher Prozess, gepflastert von Rückschlägen und Zweifeln. Man braucht viel Beharrlichkeit und Freiraum, den viele, eingebunden in familiäre und berufliche Pflichten, nicht haben.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Tag, 12 Stunden von  Carola Quiring.
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    #11421

    Astrid
    Teilnehmer
    @julei

    Hallo ihr,ich stimme voll der Caro zu. Ich bin auch so ein Alte. Auch vor ca 2 Jahren wieder begonnen,mich zu bewegen,mit meinem Körper zu arbeiten. Und Arbeit ist das,das kann ich euch sagen . Die meiste Arbeit ist,nicht auf die Blicke meiner Freunde zu schauen,weil die mich für bekloppt halten einen handstand zu üben,bewegungen wie beim bei der improvisieren zu versuchen. Keiner in meiner Altersklasse will mitmachen. Viel sind bequem und der Arzt, ja der Arzt hat ja auch gesagt: nicht knien,nicht die Arme über schulter Höhe, nicht bücken und immer schön den rücken schonen sowie trainieren. (hä!?)
    was anderes bei mir ist ich habe angst einiges zu machen u.a. weil ich auch zu schlapp bin,trotz Kieser training.
    Ach so noch was es gibt Leute in meiner Generation, die können schlecht Kontraste erkennen. Ich z.B. Ich kann so gut wie nichts erkennen. Bitte schreibt doch alles in dicker schrift uns auch nicht in bunt,so wie früher

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